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17 mai-L’école de Francfort, perspectives transatlantiques

Séminaire "Transferts culturels"

Programme complet en PDF, cliquez ici

Le séminaire s’efforce de suivre l’évolution des recherches sur les transferts culturels, notamment mais pas exclusivement ceux qui impliquent l’espace germanophone. Cette année seront abordés à partir d’exemples transnationaux des domaines ressortissant à l’histoire des sciences humaines : sciences de l’Antiquité, histoire des traductions, histoire de la musique et de l’enseignement philosophique, histoire transnationale du livre, de l’archéologie, de l’art, de la science des religions. Nous traiterons des cas de figures germano-russes, germano-grecs, germano-turcs, ou encore franco-germano-belges, dans une tentative de préciser les contours d’une historiographie culturelle transnationale.
Les séances ont lieu le vendredi matin de 9h30 à 12h30 à l’Ecole normale supérieure (29 et 45 rue d’Ulm ; attention ! la salle varie selon les séances, voir programme ci-dessous).
Le séminaire est ouvert à tous les étudiants, chercheurs et enseignants-chercheurs intéressés. Il valide 3 ECTS du Département d’histoire de l’ENS.
Contact : UMR 8547 Pays germaniques-Transferts culturels
michel.espagne@ens.fr, pascale.rabault@ens.fr, anne-marie.thiesse@ens.fr

17 mai 2013 – L’école de Francfort, perspectives transatlantiques

salle 235 C, département de physique, 29 rue d’Ulm

Thomas Koinzer (Humboldt Universität Berlin) : Amerikafahrer, « demokratische Schule » und Kulturtransfer in der Bildungs-reformära der Bundesrepublik Deutschland

In den 1960er Jahren reisten im Rahmen der « German Educators’ Missions » 127 deutsche Lehrer, Hochschullehrer der Erziehungswissenschaft, Geschichte, Politik und Soziologie sowie Bildungsverwaltungsbeamte in den USA. Ziel dieser mehrwöchigen Studienreisen in amerikanische Schulen, (lehrerbildende) Hochschulen und Bildungsverwaltungen, die in Deutschland am von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno geleiteten Institut für Sozialforschung organisiert wurden, war es, die Bedingungen, Strukturen und Merkmale « demokratischer Schule » in den USA vor Ort zu erfahren. Ein pädagogischer und schulreformerischer « Kader der Aufklärung » (Adorno) sollte diese Erfahrungen, vor dem Hintergrund eigener, demokratiedefizitärer Wahrnehmungen von deutscher Schule und Gesellschaft, für die « Demokratisierung » ebendieser anverwandeln. Der Vortrag stellt zum einen die Reiseintentionen, die Reisen und die Reisenden vor und zum anderen die (diskursiven) Transferprodukte einer « demokratischen Schule ». Er fragt nach den Art und Weise der Artikulation der amerikanischen « Schule der Demokratie » und nach deren Funktion im deutschen Schulreformdiskurs der Zeit.

Tim B. Müller (Hamburger Institut für Sozialforschung) : Konvergenz und Kritik. Herbert Marcuse - ein amerikanischer Intellektueller im Kalten Krieg

Herbert Marcuse gilt als intellektuelle Inspiration der Protestbewegungen der sechziger Jahre. Doch zwischen seinen früheren Jahren am Institut für Sozialforschung und seiner globalen Prominenz im Alter verbrachte Marcuse beinahe zwei Jahrzehnte in Regierungsdiensten und politiknahen Forschungsinstituten der Vereinigten Staaten. Seine Karriere ermöglicht Einblick in die Wissensstrukturen jener Jahre, die - so die These - für Abweichungen offen, wissenschaftlich innovativ und zugleich mit einer liberalen amerikanischen Hegemonie verknüpft waren. Zudem erlaubt der Fall Marcuses, eine vernachlässigte Fragen zur intellektuellen Emigration aus NS-Deutschland neu zu stellen - wann hört Emigration auf ?
 

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